Das war's...

"Physik ist wie Sex"

Erste Rüsselsheimer Engineering-Night trotz Regen

ein voller Erfolg


"Da kommt heute noch was runter", verkündete der Rüsselsheimer Mensa-Chef Linde bereits am Nachmittag, und damit sollte er Recht behalten. Ein heftiges Gewitter machte der gemütlichen Stimmung auf dem Grillplatz der Engineering-Night gegen 20 Uhr ein jähes Ende, die Besucher flüchteten unter die überdachten Wege zwischen den Gebäuden und ins A-Gebäude des Rüsselsheimer Campus'. Doch der Wolkenbruch tat dem Erfolg der Veranstaltung keinen Abbruch. "Ich persönlich bin sehr zufrieden. Für die allererste Engineering-Night war das schon sehr gut", kommentierte Prof. Dr. Georg Fries, der Prodekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften, den Zustrom von rund 700 Besuchern.

Studierenden am Stand des Studienzentrums

Die Technikbegeisterten und Studieninteressierten bekamen einiges geboten bei der ersten Rüsselsheimer Engineering-Night: Im Foyer des Hauptgebäudes präsentierten sich die einzelnen Studienbereiche des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften, Firmen wie Panasonic und der Hessische Rundfunk sowie das Akademische Auslandsamt, die Zentrale Studienberatung und der Hochschulsport mit Infoständen. Vortrag Physik ist wie Sex

In den Hörsälen gab es Vorträge von Professoren und ehemaligen Studierenden. Letztere berichteten über ihren Werdegang nach dem FH-Abschluss - vom Unternehmensgründer bis zum Hochschulprofessor. Vor vollem Haus sprach Prof. Dr. Birgit Scheppat zum Thema "Physik und Sex". Der Titel lockte zahlreiche Hörer in den Saal und hielt, was er versprach. Tenor der Vorlesung: Physik ist wie Sex. Natürlich gibt es praktische Resultate, aber das ist nicht der Grund, aus dem wir es machen. (Richard P. Feynman, Physiker und Nobelpreisträger 1965) Prof. Dr. Wolfgang Ruppel demonstrierte in seinem Vortrag "Handy TV, IPTV/HDTV und Digitales Kino" sehr anschaulich die hochauflösende Videoübertragung. In den Laboren konnten die Besucher sich beispielsweise über Wasserstoff und Nanotechnologie informieren. Prof. Dr. Kleinekofort freute sich über die Gäste in seinem Labor für Medizintechnik: "Ich war positiv überrascht, dass Menschen unterschiedlichster Couleur Interesse an meinem Labor hatten."

Gäste beim Mitmachen in der Blue-Box

Information, gepaart mit Unterhaltung, das war die Idee, die hinter der Engineering-Night steckte, und so gab es neben all den informativen Programmpunkten auch jede Menge Spaßiges zu entdecken. Ein Anziehungspunkt für die Besucher war die aus der Nachrichtentechnik bekannte Blue-Box. Hier gab es Gelegenheit, sich vor einer blauen Wand auf einem Hexenbesen oder einem fliegenden Teppich filmen zu lassen. Die Studierenden des Studiengangs Fernsehtechnik und elektronische Medien "zauberten" dann einen Film, in dem die Gäste über Rüsselsheim flogen. Für jeden gab es eine DVD mit dem eigenen Filmchen zum Mitnehmen. Auch die mit Wasserstoff betriebene Spielkonsole Wii und der Wasserstoffbuggy luden zum Mitmachen ein: Virtuelles Autorennen am Bildschirm oder reales Rundendrehen auf dem Campus.

Studierenden am Stand des Studienzentrums

Für Stimmung auf dem Gelände sorgte die Band "Tequila Sunrise". Wer sich am Grillstand des AStA mit Steaks, Würstchen und Salaten versorgt hatte, konnte den Abend hier bei Sommerfest-Atmosphäre ausklingen lassen... bis der Regen kam.
 
Impressionen von der Engineering-Night
Fotos: Astrid Mucs
Engineering-Night 2008 - Rüsselsheim